Gemüse - natürlich frisch vom Gärtner

Für gesundes, frisches und qualitativ hochwertiges Gemüse sorgen täglich die württembergischen Gemüsegärtner.
Mit moderner Technik und all ihrem Wissen und Können erzeugen umweltschonend im Freiland, unter Folien und in Gewächshäusern.
Der Absatz erfolgt direkt ab Betrieb oder auf dem Wochenmarkt, an den Groß- und Einzelhandel, über Genossenschaft oder Großmarkt.
Der baden-württembergische Gemüsebau kann sich sehen lassen. Allein Frischgemüse wird auf 8.340 Hektar (ha) Fläche angebaut - mit steigender Tendenz.
Baden-Württemberg ist führend im Unterglasanbau. Mit 420 ha befinden sich hier ein Drittel aller gemüsebaulich genutzten Unterglasflächen Deutschlands.
Die Hauptanbaugebiete liegen u.a.
im Großraum Stuttgart/Heilbronn.
     
Die hiesigen Anbaustrukturen und die Angebotsvielfalt stimmen sehr gut mit den Verbraucherwünschen überein. In Sachen umweltschonender Anbauweise sind unsere Gemüsegärtnereien seit je her voraus. Bei den ökologisch wirtschaftenden Betrieben hat Baden-Württemberg die Nase vorn. In stetig steigendem Umfang werden aber nicht nur dort Verfahren des biologischen Pflanzenschutzes angewandt. 1999 wurden auf ca. 100 ha gemüsebaulicher Gewächshausfläche Nützlinge eingesetzt. Dadurch kann fast vollständig auf Insektizide verzichtet werden.
Bereits 42% der Frischgemüseanbauflächen werden anerkannt "integriert" bewirtschaftet. Gemüse aus diesen Betrieben ist am 1991 eingeführten "Herkunfts- und Qualitätszeichen für Frischgemüse aus Baden-Württemberg" (HQZ) zu erkennen. Es bürgt für fortschrittliche, umweltbewusste Kulturverfahren, erstklassige Qualität mit hohem gesundheitlichem Wert und garantierter Frische ohne Gentechnik oder Bestrahlung.
     

Die baden-württembergischen Gemüsegärtner kultivieren ein vielseitiges Sortiment. Herausragend sind (laut Erhebung 2000) im Freilandanbau Blattsalate, Spargel, Kopfkohl, Ackersalat, Zwiebeln, Möhren, Zuckermais, Bohnen, Gurken und Blumenkohl sowie im Unterglasanbau Ackersalat, Tomaten, Salatgurken, Kopfsalat, Rettich, Radies, Paprika und Kohlrabi.

 

     
Der enorme Strukturwandel ließ viele Betriebe verschwinden, wobei die überlebenden wachsen und den technischen Fortschritt und den Know-how-Vorsprung konsequent nutzen. Europaweit die geringsten Rückstände und die niedrigsten Nitratgehalte sind in heimischem Gemüse zu finden.
Aus den europäischen Nachbarstaaten darf immer noch Gemüse bei uns in die Regale gelangen, das die für inländische Erzeugnisse geltenden Nitratgrenzen überschreitet und das mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde, die bei uns nicht zugelassen sind.
     
40 % der Mitglieder des Württembergischen Gärtnereiverband e.V. zählen sich zur Fachgruppe Gemüsebau. Diese nimmt deren speziellen Interessen wahr und kümmert sich um die Weiterbildung. Hierzu werden Vortragstagungen und Hohenheimer Gemüsebautage (Schwerpunkt Anbau und Technik) abgehalten. Darüber hinaus gibt es Pflanzenschutz-Informationsabende, Studienfahrten, Seminare u.ä.
Die Arbeit desFachgruppenvorstandes Gemüsebau (Vorsitz: Joachim Hespeler, Wannweil) konzentriert sich auf die Standortsicherung des heimischen Gemüsebaues. Dazu zählen Fragen der Arbeitskräfte- und Flächengewinnung ebenso wie ganz Spezielles im Bereich der Kulturverfahren und die Zusammenarbeit mit Schulen, Firmen, Forschung, Versuchswesen und Beratung.


 

WÜRTTEMBERGISCHER GÄRTNEREIVERBAND e.V.
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